Wechsel in der Geschäftsführung des Kreisdekanats Kleve

Nach 32 Jahren hat Hubert Lemken die Geschäftsführung an den Emmericher Patrick de Vries übergeben. Foto: Jürgen Kappel

32 Jahre stand Hubert Lemken organisatorisch an der Spitze des Kreisdekanates Kleve. Jetzt hat Patrick de Vries die Nachfolge angetreten. Kirche als Arbeitgeber – das habe ihn gereizt. Die vielfältigen Aufgaben – von der Organisation der Laiengremien bis zur Begleitung von Lourdes-Reisen – haben ihn bewogen, nach 16 Jahren als Projektleiter in der freien Industrie zur Kirche zu wechseln. Entdeckt hat er die Stellenausschreibung eher zufällig in der Zeitung. Seit dem 3. Juni 2019 ist der Diplomkaufmann Nachfolger von Hubert Lemken, dem langjährigen Kreisdekanatsgeschäftsführer des Klever Kreisdekanates.

Der 41-jährige Emmericher ist sich bewusst, dass es große Schuhe sind, die er ausfüllen muss. „Es ist sicher ein schweres Erbe. Aber besser als ein schlechtes Erbe“, sagt er humorvoll. Hubert Lemken habe Vieles aufgebaut und in den langen Jahren seine Erfahrungen gesammelt.

Was de Vries kann und was er lernen muss:
„Man kann den Beruf des Kreisdekanatsgeschäftsführers nicht erlernen“, weiß er. „Es braucht  vielfältige Begabungen, um die Anforderungen abzudecken.“ Doch de Vries ist durchaus selbstbewusst. Er bringt nach eigener Einschätzung entsprechende Begabungen mit. „Andere Fähigkeiten, fügt er hinzu, muss er erlernen.“ Er habe viel Erfahrung im Umgang mit Menschen. Er habe gelernt, Netzwerke zu pflegen und Kontakte aufzubauen. „Das ist ein Pfund, das ich einbringe“, sagt er.

Und er weiß als Kaufmann, Zahlen zu lesen. Ein Umstand, der in seiner neuen Tätigkeit von großem Nutzen ist. Denn de Vries ist auch Geschäftsführer für den Regionalverbund des Bildungsforums und der Bildungseinrichtungen wie der Familienbildungszentren. Konkret bedeutet das, dass er für das Personal, den Haushalt und die Finanzen zuständig ist.

De Vries ist im katholischen Glauben groß geworden. In der Kirche hat er die klassische Karriere durchlaufen. Messdiener, Spielmannszug, Katechet für Kommunionkinder. Er wollte in die Begleitung zur Erstkommunion stärker einsteigen, um so den Kindern die Kirche näher zu bringen.

„Meine Nähe zu Gott ist durch eine persönliche Erfahrung gewachsen“, sagt er. Damals habe er in einer schwierigen Situation viel Kraft aus dem Glauben gewinnen können.

Lemken: Guter Zeitpunkt für den Ruhestand!
Hubert Lemken scheidet in diesem Jahr aus Altersgründen aus. Er wird Ende Juni in den Ruhestand treten. „Ein guter Zeitpunkt“, wie er rückblickend sagt. „Vieles ist gut auf den Weg gebracht, die Ehrenamtlichen sind für ihre zukünftige Arbeit, in der Kirche ihre Stimme zu erheben, gut gerüstet und die Gremien entsprechend aufgestellt.“ Lemken denkt besonders an die Vertreter im Diözesanrat und Diözesankomitee oder auf der Ebene des Kreisdekanats.

Die Arbeit mit den ehrenamtlichen Vertretern war Lemken von besonderer Bedeutung. „Sie hat mich bereichert“, sagt er. Er erinnert sich gerne an die Zeit, als das Diözesanforum tagte und die Laien über die Zukunft des Bistums diskutierten. Zahlreiche Aktionen sind mit seinem Namen verbunden. Beispielhaft ist die Organisation des Xantener Abendgebetes im Rahmen der Woche für das Leben oder die Aktion „Extrazeit“ im Jahr 2000, eine Aktion, in der Laien Zeit für Christus gewinnen sollten.

Was Lemken alles erreicht hat:
Sein Aufgabengebiet war sehr vielschichtig. Die Organisation der Gremienarbeit, die Geschäftsführung der Bildungseinrichtungen, die Lourdes-Fahrten und vieles andere. Gerade die Bildungseinrichtungen hat er für die Zukunft fit gemacht und konnte dabei auf betriebsbedingte Kündigungen verzichten.

„Wir haben eine neue Leitungsstruktur eingezogen, die auch zukünftig die Aufgaben der Einrichtungen sichert. „Wir konnten die Standorte im Kreis Kleve erhalten, indem wir viel investiert haben“, sagt Lemken, ohne dabei die finanzielle Unterstützung von Land und Bistum zu verschweigen. Lemken darf in der Gewissheit gehen, durch seine unermüdliche Arbeit und sein gewinnendes Wesen im Kreisdekanat tiefe Spuren hinterlassen zu haben. (Jürgen Kappel, Kirche und Leben)

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