Präventionsschulung für Kirchenvorstände im Kreisdekanat Kleve

Foto: privat

Am 18.05.2019 trafen sich Vertreter von Kirchenvorständen in der Familienbildungsstätte Geldern zu einer speziellen Präventionsschulung. Das Kreisdekanat Kleve hatte mit dem Bildungsforum vor Ort diese Fortbildung organisiert.
Kinder und Jugendliche sind ein bedeutsamer und zukunftsweisender Teil der katholischen Kirche. Das Bekanntwerden von Fällen sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche in kirchlichen Bezügen erschütterte die Kirche im Bistum Münster sehr. Als Antwort darauf verabschiedete  Bischof Felix Genn gemeinsam mit den anderen Bistümern die Präventionsordnung und formulierte darin für alle kirchlichen Rechtsträger Anforderungen und Vorgaben zur Prävention gegen sexualisierte Gewalt.

Auch für die Kirchenvorstände in ihrer Rolle in der Pfarrei ist das Thema Prävention und die Entwicklung einer Kultur der Achtsamkeit von Relevanz. Immer deutlicher tragen sie zusammen mit dem leitenden Pfarrer die Verantwortung für die Erstellung des Institutionellen Schutzkonzeptes (ISK). Daher ist es wichtig, dass nun auch Vertreter aus diesem Gremium in den Mittelpunkt rücken.
Deutlich wurde den Anwesenden, dass es darum geht verbindliche Regeln im Verhaltenskodex zu veröffentlichen, Beschwerdewege zu beschreiben sowie zu regeln, wer in welchen Bereichen in Bezug auf das ISK die Dokumentationspflicht übernimmt.

Darüber hinaus sind insbesondere die in den Personalausschüssen tätigen Mitglieder der Kirchenvorstände gefragt, bei der Einstellung von Mitarbeitenden auf die persönliche Eignung sowie deren Aus- und Fortbildung im Hinblick auf den Schutz von Kindern und Jugendlichen zu achten.
Neben den Verantwortlichen des Kirchenvorstandes im Bereich der Prävention und bei der Erstellung und Implementierung des Schutzkonzeptes, ging es auch um Basiswissen. Themen waren zum Beispiel Begriffsklärungen, Täterstrategien, die Sensibilisierung für Gefährdungsmomente und das Handeln in konkreten Situationen. 

Obwohl die Beschäftigung mit dem Thema nicht leicht war, gingen die Vertreterinnen und Vertreter aus den Kirchenvorständen mit neuen Anregungen für die Arbeit vor Ort aus dem Tag und  wollen sich für die Entwicklung einer Kultur der Achtsamkeit vor Ort einsetzen.

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