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Vernetzung zählt beim Umweltfestival rund um die Wasserburg Rindern

Musik, Expertengespräche und Mitmach-Aktionen locken Besucher an

Für die musikalische Unterhaltung sorgten unter anderem die Gaesdoncker Bigband sowie Lukas Kepser aus Kranenburg.

Karolina (rechts) gestaltete unter Anleitung von Manuela Witzke eine ausgediente Konservendose zu einem Windlicht um.

Karolina ist viel zu beschäftigt, um zu reden. Konzentriert schlägt sie mit einem kleinen Hammer und einem Nagel Löcher in eine ausgediente Konservendose. Immer entlang einer zuvor aufgelegten Papierschablone – am Ende formen die Löcher ein Herz, die Dose ist fortan ein selbstgebasteltes Windlicht. Manuela Witzke lächelt zufrieden. „Das sogenannte Upcycling, bei dem vermeintlicher Abfall eine neue Verwendung findet, ist ein großes Thema bei uns“, sagt die Leiterin des Offen Ganztags an der St.-Markus-Schule in Bedburg-Hau.

So wie Manuela Witzke stellten am 21. Mai mehr als 30 Initiativen und Organisationen rund um die Wasserburg Rindern ihre Ideen für den Schutz der Umwelt vor. „Stand up for Nature“ (Steh auf für die Natur) war dieses erste Umweltfestival überschrieben, veranstaltet vom Bistum Münster, Fridays for Future, der Evangelischen Kirche im Rheinland und der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg im Bezirk Niederrhein Nord. Davon profitierten nicht nur die zahlreichen Besucherinnen und Besucher, die im Laufe des Tages die Chance nutzten, sich umfassend zu informieren, sondern auch die Aussteller selbst. Schon im Vorfeld hatten die Organisatoren gehofft, dass sich die Akteure auch untereinander vernetzen. Und so wurden zahlreiche Adressen und Telefonnummern untereinander getauscht, um künftig gemeinsame Projekte ins Leben zu rufen.

Ähnlich vielfältig wie die Angebote der Aussteller war das Musikprogramm auf der großen Bühne, die direkt vor der Wasserburg aufgebaut worden war. Der Sänger und Songwriter Lukas Kepser aus Kranenburg begeisterte mit eigenen Liedern und gecoverten Songs, viel Bass gab es von DJ Jan Verhalen aus Goch auf die Ohren. Und mit noch mehr Live-Musik sorgten die Konga Quings, die Bigband des Konrad-Adenauer-Gymnasiums, der Jugendchor Colourful Voice sowie die Gaesdoncker Bigband für gute Stimmung. Außerdem gab es Expertengespräche in der „Speaker’s Corner“, etwa mit „Bauer Hubert“ Reyers, dem Wetterexperten aus Kleve. Einblicke in die Nachhaltigkeitsbemühungen in der Süßwarenbranche und insbesondere in seinem Unternehmen gab Katjes-Geschäftsführer Bastian Fassin aus Emmerich. In einer 45-minütigen Diskussion besprachen Raymond Schönfeld von Fridays for Future, die ehemalige Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks und Umweltbischof Rolf Lohmann, wo es bereits gute Fortschritte im Klimaschutz gibt, aber auch, wo Kirche und Gesellschaft noch Nachholbedarf haben.

In seiner Verabschiedung dankte Weihbischof Lohmann als Schirmherr des Festivals allen Organisatoren, Akteuren und Besuchern. „Neben konkreten Tipps und dem Fachwissen ist es insbesondere der Geist des heutigen Tages, den es zu bewahren gilt. Das Umweltfestival war geprägt von Neugierde, Offenheit und dem Willen, gemeinsam einen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit zu leisten. Diese Einstellung ist eine wichtige Grundvoraussetzung, damit der notwendige Wandel in unserer Art zu leben gelingen kann. Deshalb möchte ich Sie bitten: Bewahren Sie sich diese Eigenschaften. Bleiben Sie neugierig, offen und engagiert, tragen Sie den Geist des heutigen Tages in Ihren Alltag und in den Alltag Ihrer Mitmenschen. Arbeiten Sie gemeinsam an der Zukunft unseres Planeten und der Zukunft der kommenden Generationen“, forderte der Weihbischof.

Text: Bischöfliche Pressestelle
Foto: Bischöfliche Pressestelle/Christian Breuer
21.05.2022

Matomo