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"Im Wald - da ist noch Luft nach oben": Eröffnung der Schöpfungszeit

Reiner Weidemann - Pfarrei St. Arnold Janssen, Goch

ACK-Vorsitzender Kurt Pleines und Erna Pleines

Es war ein sommerlicher Gottesdienst, der an der Nierswelle die Ökumenische Schöpfungszeit am linken unteren Niederrhein eröffnete. „Im Wald - da ist Luft nach oben“ so ist sie überschrieben. Die Sängerinnen und Sänger des Emmericher Gospelchor „Different Voices“ gaben dem Gottesdienst eine freudige Note.

ACK-Vorsitzender Kurt Pleines schlüpfte nach der Begrüßung durch Elisabeth Pasedag (Vorstandsmitglied der Kreisdekanatskonferenz) in die Rolle eines Försters. Von seiner Frau Erna Pleines interviewt, gab er Informationen zum Zustand des Baumbestands hier vor Ort weiter. Im Vorfeld hatte er dazu Förster Jan Senger (Forstbetriebsbezirk Asperden) befragt – er war am Freitagabend leider verhindert. „Auch hier stresst die extreme Trockenheit seit einigen Jahren den Wald“, so Pleines. Etwas besser sei die Situation an den Stellen, wo Mischwald gepflanzt wurde. „Wir müssen uns auf eine Veränderung des Baumbestandes einstellen, der Klimawechsel wird sich nicht mehr zurückdrehen lassen.“ Das bedeute nicht nur mehr Mischwald, hitzebeständigere Sorten würden andere verdrängen. Denn - ohne Wald geht es nicht. Ihn brauchen wir als Produzent von Sauerstoff und Holz, als Lebensraum für Tiere und Erholungsort für Menschen. 

Damit es Bäumen in unserer unmittelbaren Umgebung besser geht, machte Stefan Schmelting (Ev. Kirchenkreis Kleve) auf eine Aktion der Stadt Goch aufmerksam. Gesucht werden Baumpatinnen und Baumpaten, die sich in der Trockenperiode um einen Baum kümmern wollen. Nähere Infos: www.goch.de

In seiner Ansprache machte Reiner Weidemann (Pfarrei St. Arnold Janssen, Goch) deutlich, dass in der Gesellschaft wie in einem guten Mischwald „jeder Typ Platz findet“. Wir dürften mit unterschiedlichen Talenten Gott entgegenwachsen. Wie für die Bäume die regenlose Zeit, sei für die Menschen die „geistige Dürre“ ein Problem, so Weidemann. Ein Baum, der zu lange keinen Regen bekommt kippe um. „Shower the people“ bat der Gospelchor als musikalische Antwort auf die Ansprache.

Markus van Berlo (Pastoralreferent in der Schulseelsorge der Stadt Kleve) erinnerte in seinem Schlusswort Menschen und in der Politik Verantwortliche, in ihren Entscheidungen Nachhaltigkeit voranzustellen. „Auf so manchen Luxus könnten wir im Alltag sicher verzichten, damit unser Klima Zukunft hat“, so van Berlo.

Nachdem der Chor mit „Blessings“ den Gottesdienst beendet hatte, gab es noch Informationen zum Thema Wald und einen Gutschein über einen Waldspaziergang.

Text: Stefan Schmelting/Ev. Kirchenkreis Kleve
Foto: Kurt Pleines und Stefan Schmelting
05.09.2022
 

Matomo