Aus dem Kreis Kleve per Fahrrad zum Katholikentag nach Stuttgart

25 Männer und Frauen machen sich gemeinsam auf den Weg

Lambert Rous, Friedhelm Appel und Armin Hamm (von links) gehören zum Vorbereitungsteam der Radtour zum Katholikentag. Der Schal mit dem Motto des Katholikentags, „leben teilen“, wird ihr gemeinsames Erkennungszeichen.

Vier Jahre mussten sie Pause machen, die Radpilgerinnen und -pilger aus dem Kreis Kleve, die seit 2008 mit der Fiets zu den Katholikentagen fahren. In diesem Jahr werden sie ab Dienstag, 17. Mai, nach einem Reisesegen in St. Peter und Paul, Straelen, wieder in die Pedale treten. Über neun Stationen geht es von der Blumenstadt Straelen aus bis ins 560 Kilometer entfernte Stuttgart, wo der Katholikentag am Mittwoch, 25. Mai, eröffnet wird.

Friedhelm Appel aus Geldern, Lambert Rous aus Straelen und Armin Hamm aus Issum sind seit der ersten Fahrt immer dabei – und gehören auch in diesem Jahr zu der 25-köpfigen Pilgergruppe vom Niederrhein. Schon jetzt freuen sie sich auf die Gemeinschaft, die während der langen Radtour zusammenwächst. „Wenn man so viele Tage miteinander verbringt, dann entwickeln sich gute, tiefe Gespräch“, weiß Hamm aus Erfahrung. Dieses Gruppengefühl soll sich in Stuttgart fortsetzen. „Früher haben wir meist in Gemeinschaftsunterkünften, zum Beispiel großen Turnhallen übernachtet“, berichtet Appel, „in diesem Jahr sind wir erstmals alle zusammen in einem einfachen Hotel untergebracht. Das erleichtert es, den Tag morgens gemeinsam zu starten und abends noch kurz zusammenzukommen.“

Trotz der langen Pause ist das Team bestens organisiert. Als Pastoralreferent ist Appel für die geistlichen Impulse während der gut einwöchigen Tour zuständig, die er den Teilnehmerinnen und Teilnehmern morgens vor der Abfahrt und bei Gottesdiensten entlang der Strecke mit auf den Weg gibt. Angeführt wird die Gruppe auf der Strecke von Rous, der mit GPS und Fahrradbuch die jeweiligen Etappen festlegt – viele Abschnitte kennt er noch aus früheren Jahren. Hamm wiederum fährt immer am Ende mit und sorgt dafür, dass niemand auf dem Weg verloren geht. Appel grinst: „Anders als früher hat heute eigentlich jeder ein Handy dabei, so dass man sich im Falle eines Falles schnell wiederfindet.“ Bei der Buchung der Unterkünfte wurde die Gruppe von dem Straelener Busunternehmen Slooten unterstützt – mit deren Bus samt Fahrradanhänger geht es nach dem Katholikentag dann auch wieder zurück an den Niederrhein.

Fünf Teilnehmer sind in diesem Jahr zum ersten Mal dabei. Auch sie werden die rot-weiß karierte Tischdecke kennenlernen, auf der das obligatorische Picknick zur Mittagsrast ausgebreitet wird. Das wird von jeweils zwei Teilnehmern vorbereitet, die an diesem Tag nicht selber in die Pedale treten, sondern das Begleitfahrzeug steuern, in dem das Gepäck der Mitfahrenden aufbewahrt wird. Und so sehr sich alle auf die Programmpunkte des Katholikentags in Stuttgart freuen: „Der eigentliche Höhepunkt ist für uns der Weg dorthin“, sagt Appel.

Text: Bischöfliche Pressestelle
Foto: Bischöfliche Pressestelle/Christian Breuer
11.05.2022