Besondere Seelsorgebereiche

Die Lebenssituation der Menschen ist der Anknüpfungspunkt für jede Pastoral. Deshalb gibt es nicht nur in den Pfarrgemeinden seelsorgerische Angebote, sondern auch darüber hinaus. Hier finden Sie Informationen über besondere Seelsorgebereiche im Kreisdekanat Kleve.

Offene Kirchen
  • Ökumenische Nacht der offenen Kirchen

    Im Kreisdekanat Kleve und im evangelischen Kirchenkreis Kleve findet seit dem Bistumsjubiläum 2005 etwa alle zwei Jahre eine Nacht der offenen Kirchen mit besonderen Veranstaltungen und Aktionen statt. Fast alle katholischen, evangelischen und einige weitere Kirchen haben von etwa 19.00 bis 24.00 Uhr geöffnet.

    In der Nacht der offenen Kirchen werden die Gebäude zu Orten der Begegnung:

    • mit den Räumen
    • mit den Kunstwerken
    • mit sich selbst
    • und mit Gott.


    Im Kreis Kleve öffnen am 28. September 2018 viele Kirchen ihre Pforten. Viele Pfarreien und Kirchengemeinden haben gute Traditionen und Talente in der Präsentation ihrer Gotteshäuser und Gemeinden. Diese Nacht der offenen Kirchen lädt SIE dazu ein, die geöffneten Türen nach Herzenslust zu nutzen und die Atmosphäre großartiger Räume voller Geschichte und Leben, voller Mystik und Originalität, voller Gottessuche und Antworten zu erleben.

    Lassen Sie sich an den verschiedenen Orten und in den Begegnungen anregen, begeistern, irritieren, nachdenklich stimmen und erleben Sie die Kirchen mit Ihren unterschiedlichen Impulsen.

    Weitere Infos erhalten Sie unter offenekirchen.net 

Notfallseelsorge
  • Notfallseelsorge versteht sich als "Erste Hilfe für die Seele" in akuten Notsituationen. Seit 1999 begleiten Nofallseelsorgerinnen und Notfallseelsorger in enger Zusammenarbeit mit den Feuerwehren, den Rettungsdiensten, den Notärzten und der Polizei seelsorglich Menschen in akuten Notsituationen.

    Etwa 35 Seelsorgerinnen und Seelsorger der katholischen und evangelischen Kirche im Kreis Kleve engagieren sich zurzeit in der Notfallseelsorge. Die Notfallseelsorge und die Feuerwehrseelsorge im Kreis Kleve steht in ökumenischer Verantwortung des Evangelischen Kirchenkreises Kleve und des Katholischen Kreisdekanates Kleve.

     

    Notfallseelsorge ist „Erste Hilfe für die Seele“ in Notfällen und Krisensituationen…

    • erste Hilfe für die Seele von Menschen, deren Leben sich urplötzlich und ohne Vorwarnzeit von einer Sekunde auf die andere durch ein Ereignis oder den Verlust eines Angehörigen schlagartig verändert
    • erste Hilfe für die Seele, um mit Angehörigen Trauer, Verzweiflung und Wut sowie all die Gefühle , die sich melden, gemeinsam auszuhalten und mitten in diesem Gefühlschaos Wege zu suchen, dem Leben neu Struktur zu geben und wieder festen Boden unter den Füßen zu bekommen, die annehmen und mit der neuen Wirklichkeit leben helfen
    • erste Hilfe für die Seele in enger Zusammenarbeit mit Feuerwehr, Polizei, Notärzten und den vielfältigen zum Einsatz kommenden Rettungsdiensten
    • erste Hilfe für die Seele in der Regel bei folgenden Situationen:
      - Überbringen einer Todesnachricht (in der Regel zusammen mit der Polizei)
      - Verkehrsunfall mit Schwerverletzten und/ oder Toten
      - Plötzlicher Kindstod
      - Suizidabsicht und Suizid
      - Auffindung von Verstorbenen
      - Haus- oder Wohnungsbrand
      - Großschadenslagen (z.B. ein Ereignis wie auf der Love-Parade)
      - Einsatznachsorge bei Bedarf für Rettungsdienst, Polizei und Feuerwehr.
       
      Notfallseelsorge im Kreis Kleve wird von der evangelischen und katholischen Kirche gemeinsam in enger Kooperation mit dem Kreis Kleve verantwortet und von Seelsorgekräften aus den Kirchen- und Pfarrgemeinden geleistet – für die Betroffenen kostenfrei, bei Tag und Nacht.

      Notärzte und Rettungsassistenten (erleben) einen dringenden Bedarf an originärer Seelsorge nach Notfallgeschehen. Versuche, Seelsorger in der Akutphase zu erreichen, sind in der Vergangenheit oft gescheitert, so dass sie auch immer seltener angefordert wurden. So blieben Angehörige nach schweren Schicksalsschlägen oft allein.

      Hier setzt die Notfallseelsorge als "Erste Hilfe für die Seele" in Notfällen und Krisensituationen ein. Sie ist Grundbestandteil des Seelsorgeauftrags der Kirche. Sie sieht den Menschen in Not als ein von Gott getragenes, geliebtes und auf Hoffnung hin versöhntes und erlöstes Geschöpf.



    Zusammensetzung der Koordinierungsgruppe
    (u.a. für organisatorische Absprachen): 

    • Kreisbrandmeister Rainer Gilles, Geldern
    • Pfarrerin Sabine Jordan-Schöler, Kranenburg (Koordinatorin ev. Kirche)
    • Hubert Lemken, Kleve, Kreisdekanatsbüro Kleve
    • Kreisdechant Propst Johannes Mecking, Kleve
    • Diakon Berthold Steeger, Kevelaer (Koordinator kath. Kirche)
    • Superintendent Hans-Joachim Wefers, Xanten

     

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    Lesen Sie außerdem:

Telefonseelsorge
Woche für das Leben
  • Kreisdekanat Kleve lädt zum Abendgebet für das Leben ein

    Abendgebet für das Leben am 16. April 2018 im Xantener Dom

    Die Woche für das Leben widmet sich auch 2018 den vielschichtigen Fragen, die sich Frauen und Paaren vor oder während einer Schwangerschaft stellen. Unter dem Motto „Kinderwunsch – Wunschkind – Unser Kind!“ wendet sich die Woche für das Leben in diesem Jahr der Pränataldiagnostik zu. Eltern sollen dazu ermutigt werden, ihr Kind ohne Vorbehalte anzunehmen: „Ja, du bist unser Kind!“. Die beiden christlichen Kirchen in Deutschland bieten Möglichkeiten der Unterstützung, Beratung und Begleitung, die Eltern in Krisensituationen in Anspruch nehmen können. Die vorliegende Broschüre soll Orientierung geben und dazu anregen, sich intensiv mit diesen Fragen zu beschäftigen.

    Auch in diesem Jahr ist die Region Niederrhein mit den Kreisdekanaten Kleve und Wesel wieder zum ‚Abendgebet für das Leben‘ um 19.30 Uhr in den Xantener Dom eingeladen. Der Gottesdienst findet am Montag, 16. April 2018 statt und wird von der Musikgruppe Horizonte aus Kevelaer mitgestaltet.

    Alle sind ganz herzlich eingeladen, gerne auch Bannerabordnungen der Verbände.

    Einige Materialien sind im Büro des Kreisdekanates Kleve, Wasserstr. 1, 47533 Kleve, T.: 02821-72150, E-Mail: kd-kleve@bistum-muenster.de, erhältlich.
    Weitere Infos auch auf der Internetseite unter www.woche-fuer-das-leben.de.

    Das Themenheft können Sie auch hier downloaden.

    Der Gottesdienst zur bundesweiten Eröffnung wird am Samstag, 14. April 2018, um 11.00 Uhr im Trierer Dom mit dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, und dem Ratsvorsitzenden der EKD, Landesbischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm, sowie dem Bischof von Trier, Bischof Dr. Stephan Ackermann, und dem Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Manfred Rekowski, gefeiert.

     

     

Kirchenmusik
  • Fit fürs Studium, als Chorleiter und Kirchenmusiker
    Neue Kirchenmusik-C-Kurse ab November / Anmeldung bis Ende Juli

    Stimmungsvolle und gekonnte Musik rundet jeden Gottesdienst ab. Wer diese qualifiziert gestalten möchte, den bereitet der Kirchenmusik-C-Kurs im bischöflichen Kirchenmusik-Seminar des Bistums Münster optimal vor. Für die im November startenden Kurse sind Anmeldungen bis zum 31. Juli jeden Jahres möglich.
    Zurzeit absolvieren 30 Studierende im bischöflichen Kirchenmusik-Seminar das Studium zum nebenamtlichen Kirchenmusiker beziehungsweise zur nebenamtlichen Kirchenmusikerin. Der Kirchenmusik-C-Kurs ist dabei nicht nur als die ideale Anstellungsvoraussetzung für die spätere Tätigkeit als Organist und Chorleiter. Vielmehr ermöglicht er ebenso eine breite Schulung in allen wesentlichen musikalischen Fächern. Damit liefert der Kurs optimale Voraussetzungen fürs Studium sowohl der Kirchen- als auch der Schulmusik. Er eignet sich für alle Musikinteressierten.

    Das Orgelspiel steht natürlich im Vordergrund. Die Studierenden lernen das Spielen von Liedsätzen zu traditionellen und zeitgenössischen Kirchenliedern sowie Orgelliteratur von einfacheren Kompositionen bis hin zu komplexeren Werken. Außerdem gehört eine gründliche Schulung im Gesang zu den Kursinhalten.
    Für diese Fächer stehen qualifizierte Dozenten im Einzelunterricht bereit. Dieser findet dezentral in der Nähe des Wohnortes der Auszubildenden statt.

    Neben dem theoretischen Unterricht geht es im Kurs außerdem um Chorleitung. Die Studierenden erlernen das Dirigieren von der Pike auf. Zusätzlich bietet der Kurs Unterrichtseinheiten für die Leitung von Kinderchören. Methodische Fragen und praktische Dirigierübungen nehmen in der Ausbildung großen Raum ein. Mit einem Übungschor werden die Teilnehmer die Probensituation simulieren.
    Der Gruppenunterricht findet in Münster für die Region Westfalen und in Xanten für die Region Niederrhein statt. Die neuen Ausbildungskurse starten im November 2015. Für die C-Ausbildung ist ein Eignungstest vorgesehen, der am Donnerstag, 10. September, in Münster in der Kirchenmusikschule, Georgskommende 19, sein wird. Voraussetzungen für die Teilnahme am Kurs sind die Zugehörigkeit zur katholischen Kirche, Fertigkeiten im Klavierspiel, eine bildungsfähige Stimme und Gehör.

    Weitere Informationen gibt es bei Diözesanmusikreferent Ulrich Grimpe im Bischöflichen Generalvikariat Münster, Referat Kirchenmusik, unter Tel. 0251 495 570 oder unter der E-Mail-Adresse kirchenmusik@bistum-muenster.de. Hier können sich Interessierte bis Ende Juli auch anmelden.

Ökumene
  • Ökumene als Aufgabe der ganzen Kirche und als durchgehende Perspektive pastoraler Arbeit

    Das Wort Ökumene kommt aus dem Griechischen (oikein = wohnen) und bezeichnet zunächst den ganzen von Menschen bewohnten Erdkreis. Im heutigen Sprachgebrauch meinen wir damit die Bemühungen aller Christen bzw. Kirchen um die Wiederherstellung der sichtbaren Einheit der Christenheit. Diese entwickelten sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts zu einer weltweiten “Ökumenischen Bewegung”. Die katholische Kirche beteiligte sich an ihr offiziell seit dem II. Vatikanischen Konzil.

    "Mit dem II. Vatikanischen Konzil hat sich die katholische Kirche unumkehrbar dazu verpflichtet, den Weg der Suche nach der Ökumene einzuschlagen und damit auf den Geist des Herrn zu hören, der uns lehrt, aufmerksam die “Zeichen der Zeit” zu lesen.” (Ökumene-Enzyklika “Ut unum sint”, Nr. 3)

    “Niemand entgeht der Herausforderung, die all das an die Gläubigen stellt. Sie müssen sie annehmen. Wie könnten sie in der Tat ablehnen, mit Gottes Hilfe alles in ihrer Macht Stehende zu unternehmen, um Mauern der Trennung und des Misstrauens niederzureißen, um Hindernisse und Vorurteile zu überwinden, die die Verkündigung des Evangeliums vom Heil durch das Kreuz Jesu, des einzigen Erlösers des Menschen, jedes Menschen, verhindern?” (Ebd. Nr. 2)

    Warum Ökumene?

    Ökumene als Bemühung um die sichtbare Einheit der Kirchen gründet im Willen Jesu selbst. Unmittelbar vor seinem Leiden betete er: “ Alle sollen eins sein: Wie Du, Vater, in mir bist und ich in Dir bin, sollen sie auch in uns sein, damit die Welt glaubt, dass Du mich gesandt hast. “ (Joh 17,21)

    “Wir haben mit Dankbarkeit erlebt, wie in den letzten Jahrzenten in den christlichen Kirchen und Gemeinschaften eine Bewegung eingesetzt hat, die aufeinander zuführt. Wir erfahren es im alltäglichen Miteinander, wie das Zeugnis des Glaubens der Schwestern und Brüder uns über die Grenzen der Kirchen hinweg im Glauben bestärkt.” 
    (aus “Ermutigung für die ökumenische Arbeit am Ort”, Teil I Grundlagen)

    Ökumenische Arbeit gestaltet sich in vielfältiger Weise im Kreis Kleve:  
    -     ökumenische Bibelkreise
    - ökumenische Friedensgebete
    - ökumenische Notfallseelsorge
    -  ökumenische Telefonseelsorge Niederrhein / Westmünsterland
    -  Beratungsstellen in kirchlicher Trägerschaft
    -  ökumenische Veranstaltungen (ökumenische Kirchentage, ökumenischer Konvent,
           gemeinsame Veranstaltungen z. B. zu Bundestags- und Landtagswahlen,  ökumenische Nacht der 
           offenen Kirchen, ökumenische Schöpfungszeit im Kreis Kleve, ökumenische Gesprächskreise mit
           der Presse, z.B. NRZ Niederrhein)

     

     

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