Bildungsforum setzt klare Zeichen gegen sexualisierte Gewalt

Simone Schönell vom Vorstand des Bildungsforums und Kirsten Lommen (sitzen, von links) unterschreiben das Institutionelle Schutzkonzept. Ihnen zur Seite stehen (von links) Ute Krapohl-Leppers, Kreisdekanatsgeschäftsführer Hubert Lemken, Annette Derksen, Leiterin der FBS Kleve sowie Ute Tiepermann-Tepaß, Leiterin des Hauses der Familie in Emmerich. (Foto: Bischöfliche Pressestelle / Christian Breuer)

Schutzkonzept dient als Leitfaden für alle Mitarbeiter im Kreisdekanat Kleve!
Eines steht für Kirsten Lommen, Leiterin des Katholischen Bildungsforums im Kreisdekanat Kleve, fest: „Das, was wir hier erarbeitet haben, wird nicht einfach in der Schublade verschwinden. Das ISK muss gelebt und ständig erweitert werden.“ Hinter der Abkürzung ISK verbirgt sich das „Institutionelle Schutzkonzept“, das federführend Ursula Kertelge als Präventionsfachkraft des Bildungsforums gemeinsam mit ihren Kolleginnen in den vergangenen Monaten erarbeitet hat. Im Bildungsforum sind das Haus der Familie Emmerich, die Familienbildungsstätten Geldern-Kevelaer, Kalkar und Kleve sowie das Katholische Bildungswerk Kreis Kleve zusammengeschlossen.
Alle Einrichtungen im Bistum Münster, Pfarreien ebenso wie das Bildungsforum, sind dazu aufgerufen, ein solches Konzept individuell zu erstellen. Darin stehen Hinweise und Regeln, die gerade Kinder und Jugendliche vor sexualisierter Gewalt schützen sollen. Dabei geht es insbesondere darum, es präventiv allen potenziellen Tätern im besten Fall unmöglich zu machen, übergriffig zu werden. Aber das ISK gibt auch den Mitarbeiterinnen des Bildungsforums, ob haupt- oder ehrenamtlich, Sicherheit im Umgang mit Schutzbefohlenen.
Entsprechend groß war das Interesse während einer Schulung, zu der alle Mitarbeiterinnen zur Wasserburg nach Rindern gekommen waren. „Es sind wirklich alle hier, von der Reinigungskraft bis zum Vorstand. Das Thema geht alle an“, betonte Lommen. An praktischen Beispielen erläuterten sie und die hauptamtliche Pädagogin Ute Krapohl-Leppers, in welchen Situationen es zu Übergriffen kommen kann, aber auch, wie Minderjährige dabei unterstützt werden können, eigenverantwortliche und selbständige Personen zu werden. Ein Handlungsleitfaden gibt klare Wege vor, wie die Mitarbeiterinnen zu reagieren haben, wenn sie vermuten, dass ein Schutzbefohlener Opfer von sexueller Gewalt, Misshandlung oder Vernachlässigung ist. So gilt die Regel, nicht auf eigene Faust zu ermitteln oder mögliche Täter direkt zu konfrontieren, sondern ruhig zu handeln und Hilfe bei den Fachkräften zu holen. In jeder Einrichtung werden künftig Listen mit den Ansprechpartnern und den Kontaktmöglichkeiten aushängen.
„Wir hatten bereits vor fünf Jahren eine Präventionsschulung“, erinnerte sich Lommen, „damals ist uns bewusst geworden, welche Tragweite das Thema hat. Das hat uns noch mehr dazu motiviert, dass es bei uns keinen Nährboden für sexualisierte Gewalt geben darf.“ Zunächst wurde, erläuterte Krapohl-Leppers, in allen Einrichtungen eine Risikoanalyse betrieben. So wurden speziell auf die einzelnen Standorte angepasste Fragebögen abgearbeitet, in denen beispielsweise die Art der Kursräume abgefragt wurde, aber auch die Beleuchtungssituation. Dabei ging es darum, mögliche Tatorte und Angsträume zu identifizieren und soweit möglich Abhilfe zu schaffen. Die Abschreckung möglicher Täter beginne aber schon bei der Einstellung, sagte Lommen: „Wer bei uns arbeiten möchte, muss ein erweitertes Führungszeugnis vorlegen. Wir wollen potentiellen Tätern so früh wie möglich Steine in den Weg legen. Unser Auftrag ist, Kinder und Jugendliche vor sexualisierter Gewalt zu schützen und in Kontakt mit ihnen eine Kultur der Achtsamkeit zu pflegen.“ (pbm/cb)

Termine 2019

Samstag, 23.02.2019, 09 - 16 Uhr
Seminar für Kirchenvorstände,
Pfarrheim Sonsbeck

Dienstag, 26.03.2019, 18 - 20 Uhr
Informationsveranstaltung für Kirchenvorstände
zu § 2b Umsatzsteuergesetz und die steuerliche Bestandaufnahme in den Kirchengemeinden
Download Broschüre

Samstag, 09.03.2019
Tag der Pfarreiräte in Münster
Anmeldung: bistum.ms/pfarreiraete
Anmeldeschluss: 17.02.2019

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