Vollversammlung des Diözesankomitees

Cornelia Graßhoff, Issum-Sevelen und Elisabeth Pasedag, Kleve-Kellen wurden gewählt

Am 10. November 2018 fand in Münster die Herbstvollversammlung des Diözesankomitees der Katholiken statt.

Das „Diözesankomitee der Katholiken im Bistum Münster“ ist der Zusammenschluss der organisierten Laien auf Bistumsebene. Ihm gehören Vertreter aus diözesanen Verbänden und Organisationen, den Räten der Kreis-, Stadt- und Landeskomitees der Katholiken sowie weitere katholische Persönlichkeiten aus Kirche und Gesellschaft an. Aus Kleve-Kellen wurde Elisabeth Pasedag in den Vorstand des Diözesankomitees der Katholiken gewählt. In das Zentralkomitee der Katholiken entsandte das Diözesankomitee Cornelia Graßhoff aus Issum-Sevelen.

Die Laienvertretung will nach eigenen Angaben „Stimme der Kirche“ in Politik und Gesellschaft sein; gleichzeitig will es innerkirchlich die Anliegen der Laien artikulieren und das kirchliche Leben mitgestalten. Das Bistum Münster zählt rund 1,9 Millionen Katholiken.

Inhaltlich befasste sich die Vollversammlung auch mit dem Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche. Die Delegierten forderten die Bischöfe und die Verantwortlichen im Bistum Münster auf, „Konsequenzen aus dem Missbrauchsfällen zu ziehen und Machtstrukturen aufzubrechen“. Die Kirche müsse an der Seite der Betroffenen stehen. Ihnen müsse „eine angemessene finanzielle Wiedergutmachung“ zukommen und sie sollten umfassende Akteneinsicht erhalten. Die Laien im Bistum fordern, Täter aus dem kirchlichen Dienst zu entlassen. Die Taten müssten durch die staatliche Justiz aufgeklärt und strafrechtlich behandelt werden.

„Kirchenrechtliche Regelungen wie Pflichtzölibat und Berufung von Frauen und verheirateten Männern müssen überprüft werden“, hieß es weiter in der Vollversammlung. Es gehe nicht um Einzelfälle: „Nur ein Aufbrechen von Strukturen und ein Verhindern von Machtmissbrauch wird letztendlich zu einer notwendigen grundlegenden innerkirchlichen Reform führen.“ Die Laien wünschen „ein Miteinander in der Kirche, dass sich auch in den kirchlichen Strukturen ausdrückt“.

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